Hattinger Gesundheitstag 2026: Ein voller Erfolg!

Der Hattinger Gesundheitstag 2026 war für Badwünsche ein Tag voller echter Begegnungen. Thomas Bratzke berichtet von Gesprächen am Stand, dem Moment mit der Bürgermeisterin und der Frage, die viele Besucher mitbrachten: Wie bleibe ich im eigenen Bad selbstständig?
Eine Interessentin spricht mit Thomas Bratzke von Badwünsche am Infostand für barrierefreie Badplanung beim Gesundheitstag Hattingen 2026.
Thomas Bratzke_signatur

Thomas Bratzke

Inhaber Badwünsche

Inhaltsverzeichnis

Es war kurz vor zehn, als die ersten Besucher am 13.06.2026 in den Hof des Hattinger Rathauses kamen. Der Himmel grau, unentschlossen, fast ein wenig mürrisch. Ein paar von uns Ausstellern haben sich angeschaut und das Gleiche gedacht. Und dann kam die Sonne doch noch.

Mit Badwünsche war ich beim 23. Hattinger Gesundheitstag dabei. Vier Stunden, ein kleiner Stand, viele Gespräche. Und das Gefühl, dass sich das Kommen gelohnt hat. Hier ist mein Rückblick.

Ein Tag, an dem aus Fragen Gespräche wurden

Wer schon einmal an so einem Tag ausgestellt hat, kennt den Unterschied zwischen Vorbeigehen und Stehenbleiben. Vorbeigehen ist schnell. Stehenbleiben heißt, jemand hat eine Frage, die ihn schon länger begleitet.

Bei mir blieben an diesem Samstag viele stehen. Manche mit einer klaren Vorstellung, aber die meisten kamen mit einem unguten Gefühl. Manche konnten es noch gar nicht richtig in Worte fassen.

„Ich dusche noch. Aber ich überlege jedes Mal, wie ich wieder raus komme.“ Das ist der Moment, um den es geht. Nicht der Sturz. Das Überlegen davor.

Thomas Bratzke von Badwünsche berät eine Besucherin am Messestand zu barrierefreien Bädern auf dem Hattinger Gesundheitstag 2026.
Thomas Bratzke von Badwünsche im Gespräch mit einer Interessentin am Informationsstand auf dem Hattinger Gesundheitstag 2026.

Wer in Hattingen vor Ort war

Was den Hattinger Gesundheitstag 2026 so wertvoll macht: An einem einzigen Vormittag steht fast die gesamte regionale Gesundheits- und Sozialversorgung an einem Ort. Wer sonst Wochen mit Telefonaten verbringt, findet hier an einem Nachmittag Antworten. Ein paar Anlaufstellen, die ich mir gemerkt habe, weil sie für meine eigenen Kundinnen und Kunden immer wieder Thema sind:

Dazu der Kreissportbund Ennepe-Ruhr und der Stadtsportverband Hattingen, der TuS Hattingen, das Hattinger Bündnis für Familie und viele mehr. Insgesamt rund 27 Stände. Wenn Sie also gerade selbst vor einer Frage stehen und nicht wissen, wohin: Die meisten dieser Stellen beraten auch außerhalb des Gesundheitstags, kostenlos und vor Ort in der Region.

Draußen Bewegung, drinnen Orientierung

Der Gesundheitstag hat in den vergangenen Jahren sein Gesicht verändert. Weniger Vortrag von vorn. Mehr Mitmachen, mehr Bewegung, mehr Begegnung. Das hat man 2026 sofort gemerkt.

Auf der ebenerdigen Bühne hinter dem Rathaus zeigten Vereine, was sie können. Tanz, Judo, Sportakrobatik, Tai Chi, Line Dance. Daneben ein abgesteckter Bewegungsparcours mit Pylonen, an dem Jung und Alt ausprobieren konnten, wie es um die eigene Beweglichkeit steht. Der Stadtsportverband bot dazu einen Alltagsfitness-Test an. Eine grüne Hüpfburg für die Kinder.

Das passt besser zu meinem Thema, als es auf den ersten Blick scheint. Beweglichkeit ist nichts, was man mit 65 plötzlich verliert. Sie verändert sich langsam. Und ein Bad, das mitdenkt, gibt einem genau dort Halt, wo der Körper einmal weniger verzeiht.

Drinnen im Hattinger Rathaus war es auch voll. An vielen Infoständen ging es um Vorsorge, Pflege, Selbsthilfe, Beratung. Im großen Sitzungssaal lief unter dem Titel „Medizin im Dialog“ ein dichtes Vortragsprogramm. Verdauungsbeschwerden um 10.30 Uhr, danach Arthrose, Osteoporose und Stürze, am Mittag dann Parkinson und Bewegungsstörungen. Die Ärzte saßen dabei nicht vorn auf einer Bühne, sondern mitten unter den Leuten. Fragen rein, Antworten raus, auf Augenhöhe.

Blick auf den Hof des Rathauses Hattingen mit Ausstellerständen, Besucherinnen und Besuchern sowie sportlichen Aktivitäten beim Gesundheitstag 2026.
Viele Anbieter, Informationen und Bewegungsangebote rund um Gesundheit im Hof des Rathauses Hattingen.

Ein Handschlag, der mehr war als ein Foto

Gegen Mittag kam Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing (SPD) an meinem Stand vorbei. Wir haben uns die Hand gegeben, ein paar Sätze gewechselt, ein Foto gemacht.

Was mir gefallen hat: Sie ist an diesem Tag nicht nur von Stand zu Stand gelaufen. Bei der Judovorführung hat sie selbst mitgemacht und nebenbei die Prüfung zum weiß-gelben Gurt abgelegt. Das ist genau die Haltung, die solch ein Tag benötigt. Nicht zuschauen. Mitmachen. Eine sehr sympathische Frau!

Melanie Witte-Lonsing und Thomas Bratzke von Badwünsche stehen lächelnd am Messestand beim Hattinger Gesundheitstag 2026.
Austausch am Badwünsche-Stand über barrierefreie Badplanung und mehr Komfort im eigenen Zuhause.

Was mir die Gespräche gezeigt haben

Am Ende des Tages bleibt nicht die Zahl der Visitenkarten hängen. Es bleiben die Sätze.

Auffällig war, wie oft nicht der Betroffene selbst kam, sondern die Tochter, der Sohn, der Partner. Menschen, die für jemanden anderen vorausdenken und nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Genau für die ist ein solcher Tag gemacht. Man kann reden, ohne dass gleich etwas daraus folgen muss.

Ein Mann erzählte mir von seiner Mutter, die nach einem Krankenhausaufenthalt nicht mehr in ihre eigene Wanne stieg. Er fragte nicht nach Produkten. Er fragte, ob das wieder besser werden kann.

Kann es.

Oft mit weniger Aufwand, als die Familie befürchtet. Häufig reicht die Wanne raus, eine bodengleiche Dusche rein, ein Haltegriff an der richtigen Stelle, und der Alltag funktioniert wieder allein.

Wer tiefer einsteigen wollte, dem habe ich den Weg zum Thema Geld gezeigt. Denn bei einem barrierefreien Umbau liegt häufig Förderung bereit, die schlicht nicht abgerufen wird. Bis zu 4180 EUR über die Pflegekasse sind möglich, oft kombinierbar mit weiteren Töpfen. Wie das in Nordrhein-Westfalen funktioniert und warum der Antrag immer vor den Auftrag gehört, habe ich an anderer Stelle ausführlich aufgeschrieben, in meinem Beitrag zur Förderung für ein barrierefreies oder barrierearmes Bad.

Thomas Bratzke steht am Badwünsche-Infostand zur barrierefreien Badplanung im Hattinger Rathaus beim Gesundheitstag 2026.
Beratung zu barrierefreien Bädern, Förderung und komfortabler Badgestaltung beim Gesundheitstag 2026 in Hattingen.

Warum ich im nächsten Jahr wieder dabei bin

Ich war im Vorfeld nicht in jeder Hinsicht glücklich mit den Bedingungen für kleine Aussteller. Aber an diesem Tag wurde ich immer wieder positiv überrascht, was die Orga und die Gespräche mit Ihnen betrifft.

Es zählt die Frau, die nach dem Gespräch leichter wirkte als davor. Der Sohn, der zum ersten Mal eine Idee hatte, wie er helfen kann. Die kurze Sekunde, in der jemand merkt: Da ist jemand, der zuhört, bevor er etwas verkaufen will.

Dafür lohnt sich solch ein Samstag. Jedes Mal.

Sie haben den Tag verpasst?

Kein Problem. Die Fragen, die am Stand kamen, beantworte ich genauso gern in Ruhe. Ohne Trubel, ohne Zeitdruck, ohne dass daraus gleich ein Auftrag werden muss.

Kommen Sie in den Showroom nach Hagen, wenn Sie etwas anfassen und ausprobieren möchten. Besuchen Sie uns am 27.06.2026 auf dem Schwelmer Gesundheitstag 2026 in der Innenstadt. Oder schreiben Sie mir, wenn Ihnen ein erstes Gespräch lieber ist. Auch Angehörige sind jederzeit willkommen.

Ihr Thomas Bratzke

Bad-Planer Thomas Bratzke
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Der Badwünsche Film.